Topinambur-Cremesuppe

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Da drängt sich doch sofort eine Frage auf:
Was zum Geier ist Topinambur?
Ihr wisst es nicht? Ich hatte auch keine Ahnung. Dabei ist Topinambur ein „vergessenes“ Gemüse in unseren Breiten. Früher kannte das jeder. Er ist eine Knolle und wächst wie Kartoffeln, dabei blüht er sogar sehr hübsch (eine Idee für unser Hochbeet im Frühling).
Mir ist Topinambur in einem Kochmagazin untergekommen. Und weil es ja nicht sein kann, dass da ein Gemüse angepriesen wird, das mir gar nichts sagt, habe ich mich gleich auf die Jagd danach gemacht und ein Kilogramm hübsche Knollen für eine Topinambur-Cremesuppe mitgebracht.

So sieht er übrigens aus:

(Die Knolle, die ich auf dem Bild hochgeworfen habe, habe ich sogar wieder gefangen. Bin ganz schön stolz auf mich! Ehrlich jetzt!)

Ich habe ihn hier in Österreich im Supermarkt Merkur in Bio-Qualität bekommen (unbezahlte Markennennung). Und nachdem ich dringend starten muss, meine Weihnachts-Hamsterkäufe zu verarbeiten, musste heute der Topinambur dran glauben. Der wollte schon fast damit beginnen, mit mir zu sprechen. Ich hätte vielleicht die Plastikfolie entfernen sollen, bevor ich ihn fünf Tage rumliegen lasse…

Topinambur-Cremesuppe – aber wie?

Cremesuppen sind ja etwas sehr Dankbares. Kannst du eine, kannst du alle. Das Grundrezept verändert sich ja kaum einmal. Was allerdings sehr wohl unterschiedlich ist von Suppe zu Suppe, das ist die Würzung. Und jetzt verratet mir mal, wie man eine Suppe würzen soll, wenn man keine Ahnung hat, wie das Gemüse überhaupt schmeckt.
Deshalb habe ich es sehr pur belassen. Zitrone gehört sowieso an alle meine Suppen. Ohne den Hauch Säure geht nämlich gar nichts. Der Oregano dagegen war schon ein bisschen ein Experiment. Aber der geht eigentlich auch immer. Und danach habe ich mir halt einfach einen Löffel geschnappt und mal gekostet.

Und war begeistert!
Topinambur hat ein ganz tolles, leicht erdiges Aroma. Perfekt für eine Wintersuppe! Und mehr gewürzt muss er gar nicht werden, dank seines schönen Eigengeschmacks. Ein bisschen Rosmarin hätte vielleicht noch einen Hauch mediterranes Feeling hineingebracht, aber wirklich nicht unbedingt notwendig. Salz, Pfeffer, und fertig war die Topinambur-Cremesuppe. Diese Knolle hat es mir ganz schön leicht gemacht.

Hoffentlich ist er noch länger am Markt, dann werde ich mich mal daran machen und überlegen, was man damit noch Schönes anstellen kann. Topinambur-Chips würden mir da spontan einfallen. Außerdem wäre er eine tolle Ergänzung für mein feines Ofengemüse. Und gemischt mit Kartoffeln in einem Kartoffelpüree? Ja, da geht noch einiges! 🙂

Topinambur | Rezept Suppe | Foodblog | Lieblingsspeise.at

Topinambur-Cremesuppe

Eine alte Knolle neu wiederentdeckt. Schmeckt cremig, erdig und echt fein!
Zubereitungszeit 45 Min.
Gericht Suppe
Land & Region Österreichisch
Portionen 6 Portionen

Equipment

  • Pürierstab

Zutaten
  

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kg Topinamburknollen
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 250 ml Schlagobers
  • 2 TL Oregano getrocknet
  • 1/2 Zitrone Saft und Schale davon
  • Salz, Pfeffer

Anleitungen
 

  • Den Topinambur mit einem Sparschäler schälen und in Stücke schneiden.
  • Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken.
  • In einem passenden Tropf die Zwiebel in etwas Öl anbraten, bis sie bräunt. Dann kurz den Knoblauch mitbraten.
  • Mit Gemüsesuppe aufgießen. Die Topinamburstücke und den Oregano hinzufügen, und alles zugedeckt köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  • Den Topf vom Herd nehmen und die Suppe fein pürieren. Dann die Hälfte vom Schlagobers sowie Zitronensaft und -schale zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Das restliche Schlagobers steif schlagen. Die Suppe mit einem Tupfer Schlagobers servieren.

Notizen

Wenn die Topinambur-Cremesuppe als Vorspeise serviert wird, reicht sie auch für 6 Personen.
Keyword Gemüse

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