Karottenkuchen

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Könnt ihr euch vorstellen, dass in zweieinhalb Wochen schon wieder Ostern ist? Ich noch nicht so ganz, vor allem bei dem derzeitigen, kalt-grausigen Wetter draußen. Letztes Jahr um diese Zeit bin ich mit einer Freundin bei herrlich warmem Sonnenschein im Garten gesessen, gerade vorhin habe ich mit ihr darüber gesprochen.
Nun, ich richte meine Bitten also an den Wettergott, dass wir spätestens zu Ostern wieder schon draußen sitzen und essen können. Schließlich kann dieser Feiertag nicht viel, wenn das Wetter nicht mitspielt.
Aber Wetter hin oder her – eines ist fix: nämlich, dass es viele gute Sachen zu essen gibt! Und eines gehört einfach immer dazu, und das ist ein saftiger Karottenkuchen.

Karotten im Kuchen? Echt jetzt?

Ja, wer Karottenkuchen noch nie probiert hat, der kann da schnell mal ins Zweifeln kommen. Das verstehe ich vollkommen, denn mir ist es so gegangen, bevor ich zum ersten Mal Zucchinikuchen gegessen habe. Danach war ich allerdings überzeugt. Das Schöne am Karottenkuchen ist, dass Karotten von Haus aus eine gewisse Süße mitbringen. Damit spart man sich total viel Zucker im Teig und hat trotzdem eine feine und dezente Süße. Der klassische Karottengeschmack geht beim Backen übrigens verloren. Wer hier also vielleicht keine Karotten mag, braucht sich keine Sorgen machen – der Kuchen schmeckt trotzdem!

Wie erwähnt ist in meinem Rezept wirklich nicht viel Zucker drinnen. Die ganz Süßen unter euch können die Zuckermenge natürlich gerne erhöhen. Ihr werdet aber sehen, dass das wirklich nicht nötig ist. Schließlich kommt auf den Kuchen auch noch eine Zuckerglasur obenauf.

Die meiste Arbeit macht bei diesem Karottenkuchen das Gemüseraspeln aus. Ein halbes Kilogramm Karotten auf einer Standreibe fein zu raspeln ist wirklich eine Heidenarbeit, und (für die Damen) die Fingernägel gehen dabei auch drauf. Schneller geht es mit einer Mandoline oder, wirklich ruckizucki, mit den Gemüsehobeleinsätzen für die Küchenmaschine. Ich habe eine Bosch Mum, und ich liebe sie über alles. Sie ist nicht so chic wie die KitchenAid, aber deutlich billiger und kommt mit enorm viel Zubehör.

Wenn die Karotten erst mal geraspelt sind, dann ist der Kuchen keine Hexerei mehr. Die Zutaten werden einfach zusammengemischt und in einer Springform gebacken. Ganz easy.

Die Zitronenglasur muss sein

Die gehört nämlich einfach zum Geschmack dazu. Karottenkuchen geht für mich ohne Zuckerglasur gar nicht. Außerdem muss man ja auch die Marzipankarotten irgendwo festkleben! 🙂 Wer es gerne ein bisschen Osterkitschig mag, der kann sich dekorationstechnisch total austoben. Nehmt noch Marzipanhäschen und Schokoeier dazu, je mehr desto besser! 🐰

Achja, natürlich könnt ihr den Karottenkuchen auch mit Schokoglasur dekorieren. Aber ich sage euch, der zitrone Geschmack der Zitronenglasur ist einfach nicht zu ersetzen… 😉

Ein Karottenkuchen geht natürlich auch abseits von Ostern wunderbar. Probiert ihn doch auch mal mit der halben Teigmenge in Form von Muffins! Die kommen besonders bei Kindern immer gut an!

Karottenkuchen | Rezept | Osterrezepte | Lieblingsspeise.at

Karottenkuchen

Ein saftiger, nur wenig gesüßter Kuchen auf der Basis von fein geraspelten Karotten. Ein Highlight zur Osterzeit!
Zubereitungszeit 45 Min.
Backzeit 1 Std.
Gericht Süsses
Land & Region Österreichisch
Portionen 12 Portionen

Zutaten
  

  • 500 g Karotten
  • 5 Eier
  • 120 g brauner Zucker
  • 260 ml neutrales Pflanzenöl
  • 270 g Mehl
  • 1 Packg. Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanillepaste
  • 100 g geriebene Walnüsse
  • 100 g gehackte Walnüsse
  • 4 cl Cointreau
  • 1 Orange die Schale davon
  • Butter und Mehl/Semmelbrösel für die Backform

Für die Glasur

  • 150 g Staunbucker
  • 1/2 Zitrone den Saft davon
  • Marzipan-Karotten zur Dekoration

Anleitungen
 

  • Das Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Eine Springform ausbuttern und mit Semmelbrösel oder Mehl ausstreuen.
  • Die Karotten sehr fein raspeln. Das geht mit einer Standreibe, dauert aber lange. Viel schneller funktioniert es mit einer Küchenmaschine, die Schneideinsätze hat.
  • Die Eier und den Zucker mit Vanillepaste, Prise Salz, Cointreau, Zimt und Orangenschale schaumig rühren.
  • Die Karotten hinzufügen und einrühren, das Pflanzenöl unter ständigem Rühren langsam einlaufen lassen.
  • Das Mehl mit dem Backpulver und den geriebenen Walnüssen vermischen und zusammen mit den gehackten Nüssen unter die Teigmasse heben.
  • Den Teig in die Springform füllen und im Ofen 60 Minuten lang backen. Nach der Hälfte der Backzeit mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.
    Nadelprobe machen!
  • Den Kuchen aus dem Ofen nehmen. Nach 10 Minuten die Springform öffnen. Dann vollständig abkühlen lassen.
  • Für die Glasur den Staubzucker mit Zitronensaft verrühren. Vorsicht: Nicht gleich den ganzen Zitronensaft dazugeben, sondern immer nur ein paar Tröpfchen, bis eine dickflüssige Glasur entsteht.
  • Die Glasur nach Belieben auf dem Kuchen verteilen.
  • Die Kuchenstücke mit Marzipankarotten markieren.

Notizen

Dieser Kuchen bleibt durch die Karotten sehr lange saftig.
Wer keine Walnüsse mag oder verträgt kann diese auch durch Mandeln, Cashews oder Pistazien ersetzen.
Keyword Gemüse, Ostern, Torte

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