Topfen-Brioche

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Wie ich auf Instagram schon mal angemerkt habe: Eigentlich wollte ich ja auch vor Ostern noch mein Brioche-Rezept veröffentlichen. Ich bin aber nie gekommen, es zu backen und zu fotografieren. Und nachdem ALLE Foodblogger vor Ostern Brioche-Rezepte machen, hat es mir dann eh gut gepasst, dass ich da nicht dabei war!
Jetzt hatte ich aber endlich mal Zeit und Lust für ein herrliches, duftendes, frisches Brioche aus dem eigenen Ofen. Und deshalb bekommt ihr heute (man könnte sagen: rechtzeitig vor dem Muttertag 😊) mein Rezept für Topfen-Brioche.

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Aus der Kastenform für Faule

Stimmt, so ein Brioche-Zopf hat schon was Chices. Vor allem, wenn man ihn nicht nur mit drei, sondern vielleicht mit vier oder sogar mit fünf Strängen flicht. Was übrigens bedeutet, dass man mit den Teigsträngen in der Hand und dem Laptop vor der Nase ein Youtube-Video sieht und hofft, dass man das nachmachen kann. Ich habe mir ja mal ein Video zum Fünffach-Flechten angesehen. Ich habe es schon beim Zusehen nicht kapiert.

Das Schöne ist: Dem Topfen-Brioche ist es völlig wurscht, ob es als Zopf oder in einer Form gebacken wird. Schmecken tut es so und so. Aber ohne dem Zopf spart man sich Zeit, Nerven und einen schmutzigen Laptop (weil man immer wieder das Video stoppen und laufen lassen muss). Ihr könnt es ja auch in einer Herzform backen (mah, schade, dass mir das erst jetzt einfällt). Und es gibt auch Kastenformen, die den Zopf obendrauf „faken“. Das bleibt völlig euren Vorlieben überlassen.

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Keine Angst vor Germteig!

Viele Leute machen keinen Germteig (Hefeteig), weil sie sich fürchten, dass er ihnen nicht aufgeht. Ich sage nur: Germteig ist einer der unkompliziertesten Teige überhaupt. Er nimmt sich einfach nur Zeit und hat es gerne warm. Man könnte sagen: Wir sind seelenverwandt, ich und mein Germteig. Ich habe es auch gerne gemütlich und kuschelig warm.

Bei uns daheim ist es jetzt aber nicht unbedingt kalt, aber auch nie wirklich so warm, weil unsere Decke eine Höhe von 5 Metern hat. Und in der Küche ist die Arbeitsplatte aus Marmor. Also jetzt in Kombination nicht gerade das wohlige Klima, in dem sich der Germteig gerne ausbreitet. Deshalb kommt hier der ganz simple Trick: Ich lasse ihn im Backrohr bei 50°C gehen und klemme noch einen Holzkochlöffel in die Tür. Dort fühlt er sich megawohl und geht auf wie es im Buche steht.

Wichtig ist natürlich auch, dass die Zutaten schon alle zimmerwarm bzw. lauwarm sind. Wenn ihr sie kalt zusammenmischt ist das nicht unbedingt ein Problem. Er braucht aber einfach länger zum Gehen, weil er sich erst innerlich aufwärmen muss. Geht uns ja auch nicht anders: Haben wir kalte Füße dauert es viel länger, bis uns insgesamt schön warm ist.

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Unkompliziert, mit einem Zeitfaktor

Wenn ihr euch kurz das Rezept durchlest werdet ihr sehen: Das ist supereasy. Da ist nicht mal ein Dampfl dabei! Alles wird zusammengeknetet, und gut ist es. Das Einzige, was ihr beim Backen berücksichtigen müsst, das ist die lange Gehzeit. Dieses Topfen-Brioche geht über Nacht im Kühlschrank (bzw., wenn ihr es abends frisch machen wollt, dann unter Tags im Kühlschrank). Ganz unkompliziert, dauert aber. Dafür könnt ihr, wenn ihr dann am nächsten Tag früh aufsteht, zum Frühstück ein ofenfrisches, noch warmes Brioche genießen. Und das ist doch mal echter Luxus, oder? ❤

Tipp: Sollte euch das Brioche übrigbleiben und alt werden (wie auch immer das gehen soll), dann macht ihr daraus einfach meinen Brioche-Auflauf mit frischen Beeren. Der ist einfach himmlisch!
… aber jetzt nicht absichtlich alt werden lasse, gell!!

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Topfen-Brioche

Ein fluffiges und saftiges Brioche, das über Nacht im Kühlschrank gehen muss und so frisch zum Frühstück gebacken werden kann.
Zubereitungszeit 1 Std. 15 Min.
Gehzeit 12 Stdn.
Gericht Frühstück
Land & Region Österreichisch
Portionen 1 Kastenform

Equipment

  • Kastenform

Zutaten
  

  • 1/4 l Milch lauwarm
  • 60 g Butter geschmolzen
  • 1 Würfel Germ
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Topfen
  • Rosinen nach Belieben
  • 600 g Mehl
  • 1 Zitrone die Schale davon

Zum Bestreichen

  • etwas Milch
  • Hagelzucker oder Mandelblättchen optional

Anleitungen
 

  • Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Die Milch darf maximal 40 Grad haben, darüber sterben die Hefebakterien ab.
  • Den Germ in etwas von der warmen Milch auflösen.
    Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät mit Knethaken oder in der Küchenmaschine etwa 10 Minuten lang zu einem glatten Teig kneten.
  • Die Rührschüssel mit Folie abdecken, und den Teig an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen.
    Nach der Gehzeit sollte sich der Teig deutlich vergörßert haben. Herausnehmen und auf der Arbeitsplatte vorsichtig in die Länge ziehen, dann dritteln und einfalten. Zweimal wiederholen.
    Danach den Teig der geschlossenen Seite nach oben in die Rührschüssel zurücklegen, mit Folie und Geschirrtuch bedecken und in den Kühlschrank stellen.
    Im Kühlschrank etwa 10 Stunden (über Nacht) gehen lassen.
  • In der Früh den Teig aus der Rührschüssel nehmen und noch zweimal auseinanderziehen und falten.
    Die Kastenform buttern und mehlen. Den Teig hineinlegen, wieder abdecken und 1,5 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  • Das Backrohr auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Nach der Gehzeit den Teig mit Milch bestreichen und nach Wunsch mit Hagelzucker oder Mandelplättchen bestreuen.
    Die Kastenform in den Backofen stellen. 10 Minuten bei 200°C anbacken, danach 30 Minuten bei 170°C fertigbacken (dazwischen kurz das Backrohr öffnen, damit es rasch auf 170° abkühlt).
  • Das Brioche herausnehmen und abkühlen lassen. Wenn es zu früh (zu heiß) angeschnitten wird, dann ist es noch zu weich um ordentliche Scheiben zu schneiden.
Keyword Brot, Stückgebäck

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